Stuttgarter Feuerteufel geschnappt

Genau 32 Holzstapel brannten wegen ihm in den letzten drei Monaten in der Region Stuttgart. Die Polizei ist sich sicher, dass es sich um eine Serie von Taten handelt.

Von Alexander Kappen

Stuttgart. Wo steckt der Feuerteufel?

Seit Oktober 2018 hat er rund 30 Holzstapel in der Region Stuttgart angezündet. Die Polizei geht genau von 32 Taten aus. Gestern hat die Polizei einen 38-jährigen Mann aus dem Rems-Murr-Kreis festgenommen. Das Amtsgericht Stuttgart hat Haftbefehl erlassen und der Mann sitzt nun in U-Haft-bis zu seiner Verhandlung. Es muss allerdings stark davon ausgegangen werden, dass er ins Gefängnis muss. Zuviele Brände mit einem Schaden von mehreren zehntausend Euro gehen auf sein Konto. Menschen erlitten dabei zwar nie Schaden, dennoch nahm er dies bei seinen Taten in Kauf. Naheliegende Schrebergärten hätten dabei in Flammen aufgehen können. Nicht auszudenken, wenn dabei Menschen vor Ort gewesen wären…

Der Mann ist nicht vorbestraft und äußerte sich nicht zu den gelegten Bränden. Allerdings fand die Polizei in seiner Wohnung „beweiserhebliche Spuren“ also Utensilien, mit denen man Feuer legen kann und wohl auch gelegt wurden. Die Spuren werden aktuell ausgewertet.

Es wird vermutet dass er auf einem Zweirad flüchtete und Brandbeschleuniger also Spiritus oder ähnliches benutzt hatte. Trotz der Polizei Hubschrauber die immer nach den Taten über den Tatort kreisen, gelang es bisher nicht den Feuerleger zu schnappen.

Es wurden mehrere Passanten in den Feldern, Weinbergen und Waldgebieten kontrolliert – ohne Ergebnis. Denn genau dort ist der Brandstifter immer unterwegs gewesen. Im Schatten der Natur trieb er sein gefährliches Unwesen.

Die Serie begann am 26. Oktober 2018 in Kernen-Rommelshausen, wo in einem Gartengrundstück in der Rotenbergstraße ein Holzstapel in Brand geraten war. Keine zwei Stunden später brannte es im Bereich des Tennisvereinsheims an der Kelterstraße in Kernen-Stetten. Am 1. November brannte es zwischen beiden Ortsteilen, auf Höhe des CVJM-Heims. Die Feuerwehr musste eine 30 mal 15 Meter große Fläche löschen – der Schaden war mit 20 000 Euro immens.

Im Rems-Murr-Kreis, Esslingen, Ludwigsburg, Stuttgart und jetzt eben auch Böblingen hat der Zündler zugeschlagen. Um dem Brandstifter beizukommen, hatte die Polizei eine Ermittlungsgruppe gegründet der fünf Beamte angehören.


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