BW: USA wichtigstes Zielland für Kfz-Exporte

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Baden-Württemberg exportierte im Jahr 2017 insgesamt Waren im Wert von gut 200 MilliardenEuro in alle Welt. 

Von Dirk Meyer

Wie das Statistische Landesamt Baden-Württemberg mitteilt, waren darunter Kraftwagen und Kraftwagenteile im Wert von 46,1 Mrd. Euro, was einem Anteil von 23% an den Gesamtausfuhren des Landes entspricht.

46 Milliarden Euro aus Kfz-Exporten

Amerika ist unter den Kontinenten hinter Europa und Asin zwar nur der drittgrößte Abnehmer von Kraftwagen und Kraftwagenteilen »Made in Baden-Württemberg«, die Vereinigten Staaten sind jedoch das mit Abstand wichtigste Zielland der baden-württembergischen Kfz-Exporte.

Mit einem Exportwert von 8,2 Mrd. Euro gingen 2017 alleine 17,7% aller baden-württembergischen Kfz-Exporte in die Vereinigten Staaten. Mit deutlichem Abstand folgten China (4,6 Mrd. Euro oder 9,9%), das Vereinigte Königreich (3,5 Mrd. Euro oder 7,6%), Frankreich (2,6 Mrd. Euro oder 5,7%) und die Republik Korea mit 2,4 Mrd. Euro oder 5,1%. Fast die Hälfte der Kfz-Exporte Baden-Württembergs ging in diese fünf Abnehmerländer.

Kfz-Exportgeschäft: −8,9%

Im Zeitraum 2015 bis 2017 sind die Kfz-Exporte aus Baden-Württemberg in die Vereinigten Staaten um insgesamt 30,5% gesunken (2015: 11,8 Mrd. Euro), deutlich stärker als das gesamte Kfz-Exportgeschäft (−8,9%). Hinzu kommt ein weiterer Rückgang in diesem Jahr. Nach neuesten, noch vorläufigen Angaben lagen die Kfz-Exporte in die Vereinigten Staaten von Januar bis September 12,8% unter dem entsprechenden Vorjahreswert.

Die Handelsbeziehungen Baden-Württembergs mit den Vereinigten Staaten sind weit überwiegend vom Export geprägt. Während 2017 vom Gesamtexportwert von gut 200 Mrd. Euro insgesamt 24,6 Mrd. Euro (12,3%) auf die Vereinigten Staaten entfielen, waren es von den Gesamtimporten Baden-Württembergs in Höhe von 170 Mrd. Euro lediglich 11,7 Mrd. Euro (Anteil 6,9%).

Damit waren die Exporte in die Vereinigten Staaten gut doppelt so hoch wie die Importe aus den Vereinigten Staaten. Beim Handel mit Kraftwagen und Kraftwagenteilen fiel dieses Verhältnis noch deutlicher aus: Die Importe von Kraftwagen und Kraftwagenteilen aus aller Welt beliefen sich auf insgesamt 21,3 Mrd. Euro, darunter waren 2,2 Mrd. Euro US-amerikanische Einfuhren.

Der Exportwert der Kraftwagen und Kraftwagenteile, die von Baden-Württemberg in die Vereinigten Staaten geliefert wurden, übertraf mit 8,2 Mrd. Euro den entsprechenden Importwert sogar um nahezu das Vierfache.

Auch bundesweit bestehen enge Handelsbeziehungen mit den Vereinigten Staaten, diese sind jedoch bei weitem nicht so stark ausgeprägt wie im Südwesten.

Aus Deutschland gingen 2017 insgesamt Waren im Wert von 111,8 Mrd. Euro in die Vereinigten Staaten, was einem Anteil von 8,7% an den deutschen Gesamtexporten entspricht (1 279 Mrd. Euro).

Darunter waren Kfz-Exporte im Wert von 28,6 Mrd. Euro. Alleine aus dem Südwesten kamen mit 8,2 Mrd. Euro fast 30% des bundesweiten Kfz-Ausfuhrwerts in die Vereinigten Staaten.

Exportgut Kfz und Pharamzeutisches

Neben Kraftwagen und Kraftwagenteilen, die mit Anteilen von 33,2 bzw. 25,6% sowohl in Baden-Württemberg als auch bundesweit im Handel mit den Vereinigten Staaten mit deutlichem Abstand das wichtigste Exportgut darstellen, spielen beim Export in die Vereinigten Staaten auch pharmazeutische Erzeugnisse und Maschinen eine wichtige Rolle.

Diese drei Gütergruppen machten 2017 einen Gesamtanteil von landesweit 74% und bundesweit von 55% an allen Ausfuhren in die Vereinigten Staaten aus.

Das Güterspektrum bei den Importen aus den Vereinigten Staaten ist dagegen wesentlich breiter gefächert als bei den Exporten, sodass die jeweils drei wichtigsten Gütergruppen beim Import Baden-Württembergs bzw. Deutschlands lediglich 50% bzw. 37% ausmachten.

In Baden-Württemberg waren dies pharmazeutische Erzeugnisse, Kraftwagen und Kraftwagenteile sowie Maschinen, bundesweit Datenverarbeitungsgeräte, elektronische und optische Erzeugnisse, sonstige Fahrzeuge sowie pharmazeutische Erzeugnisse. (red)


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