Industrie: Auftragsminus, Produktionsrückgang und Umsatzminus

tyraes / sxc

Der Nachfrageboom nach Industrieprodukten aus Baden-Württemberg verliert auf hohem Niveau weiter an Dynamik.

(Von Dirk Meyer)

Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes gingen im September 2018 im Vorjahresvergleich preis- und arbeitstäglich bereinigt erneut weniger AufträgeS1 in der Südwestindustrie ein (– 0,8 %).

Nach fast zweijährigem Höhenflug war damit bereits den vierten Monat in Folge ein Auftragsminus zu verbuchen. Während die inländischen Aufträge nahezu auf Vorjahresniveau stagnierten (– 0,1 %), rutschten die Auslandsbestellungen spürbar ins Minus (– 1,3 %).

Entscheidend hierfür war ein deutlicher Rückgang der Bestellungen aus der Nicht-Eurozone (– 3,8 %). Gegenüber dem Vormonat August blieben die Auftragseingänge preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt nahezu unverändert (– 0,1 %).

Mit im bisherigen Jahresverlauf deutlich nachlassender Wachstumsdynamik erzielte die Südwestindustrie insgesamt in den ersten drei Quartalen 2018 preis- und arbeitstäglich bereinigt ein Auftragsplus von 3,3 % zum entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Trotz erkennbarer Abschwächungstendenz kamen die Wachstumsimpulse in erster Linie aus dem Inland (4,3 %). Das Auslandsgeschäft hat erheblich an Dynamik verloren (2,7 %). Nachhaltige Impulse kommen hier weder aus der Eurozone noch von den Ländern der Nicht-Eurozone.

Die ProduktionS2 der Südwestindustrie ging im September 2018 preis- und arbeitstäglich bereinigt im Vorjahresvergleich erstmals nach 16 Monaten wieder zurück (– 0,3 %).

Auch gegenüber dem Vormonat August fiel der Produktionsausstoß preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt geringer aus (– 1,5 %). Im Zeitraum Januar bis September 2018 lag die Industrieproduktion im Südwesten bei insgesamt nachlassender Dynamik preis- und arbeitstäglich bereinigt um 2,2 % über dem Vorjahresniveau.

Der reale (d.h. preisbereinigte) UmsatzS3 der Südwestindustrie ging im September 2018 arbeitstäglich bereinigt im Vorjahresvergleich zurück (– 1,4 %).

Ausschlaggebend hierfür war der Rückgang im Inlandsgeschäft (– 3,2 %). Der Umsatz mit den Auslandskunden stagnierte hingegen (– 0,1 %). Hier stand ein spürbares Umsatzminus aus der Eurozone (– 3,8 %) einem Umsatzplus aus der Nicht-Eurozone (1,9 %) gegenüber. Auch im Vergleich zum Vormonat August war preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt ein deutliches Umsatzminus zu verbuchen (– 2,3 %).

Die Umsatzdynamik hat im bisherigen Jahresverlauf erheblich an Tempo eingebüßt. Insgesamt verzeichnete die Südwestindustrie in den ersten drei Quartalen 2018 preis- und arbeitstäglich bereinigt ein merkliches Umsatzplus zum Vorjahr (2,6 %). Die positive Umsatzentwicklung ging stärker von den Auslandskunden (3,5 %) aus als vom Inlandsgeschäft (1,5 %). Die Impulse im Auslandsgeschäft kamen hier in erster Linie aus der Eurozone (4,3 %).


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