Schnelles Internet: Mega-Glasfaser-Ausbau ab Ende 2018

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Region Stuttgart. Die Deutsche Telekom baut und betreibt das Netz der Zukunft für die Region Stuttgart. Derzeit legt sie damit das Fundament für eine hochdigitalisierte Region. Das Unternehmen investiert laut Aussagen der Verband Region Stuttgart bis zu 1,1 Milliarden Euro. Es ist beabsichtigt, dass die gesamte Region Leistungen im Wert von bis zu 500 Millionen Euro für den privatwirtschaftlichen Ausbau zur Verfügung stellt, so in einer Mitteilung zu erfahren.

Die Deutsche Telekom und die Region Stuttgart werden als starke Partner gemeinsam den Glasfaserausbau in der Landeshauptstadt Stuttgart und den ünf umliegenden Landkreisen Böblingen, Esslingen, Göppingen, Ludwigsburg und Rems-Murr für alle 179 Städte und Kommunen vorantreiben. Konkretisiert wird dieses Vorhaben in einem sogenannten Letter of Intent (Absichtserklärung), den Vertreter der Region und des Unternehmens im letzten Monat in Stuttgart unterzeichneten.

Die engültige Vertragsunterzeichnung wird Ende dieses Jahres stattfinden. Direkt danach werden erste Baumaßnahmen zum Anschluss von Gewerbegebieten und Kommunen ans Glasfasernetz beginnen: Gemeinsames Ziel beider Partner ist es, bis 2022 90 Prozent der Unternehmensstandorte in Gewerbegebieten mit einem Glasfaseranschluss bis ins Haus („Fiber to the Home/FTTH“) zu versorgen.

2025 sollen jeder zweite Haushalt sowie alle Gewerbegebiete und alle förderfähigen Schulen mit Glasfaser bis ins Gebäude angeschlossen sein. 90 Prozent der insgesamt rund 1,38 Millionen Haushalte sollen schließlich bis 2030 von Gigabit-Anschlüssen profitieren. Bis 2030 sollen zudem alle rund 140.000 Unternehmensstandorte und Betriebe versorgt sein.

Die Telekom wird 1,1 Milliarden Euro im Festnetzbereich investieren. Um die Ziele zu erreichen, will die Region ihrerseits für den wettbewerblichen Ausbau 500 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Das können auch Sachleistungen sein. Das heißt konkret: Die Telekom oder andere Wettbewerber können vorhandene Infrastruktur in den Kommunen ankaufen beziehungsweise mieten. Das können bereits verlegte Glasfaserkabel oder Leerrohre sein. Darüber hinaus könnten in einem wettbewerbsoffenen Verfahren Fördermittel von Land oder Bund zum Einsatz kommen.

Erstes 5G Mobilfunk für die Region Stuttgart

Zusätzlich wird die Telekom massiv in die Verbesserung des Mobilfunks investieren. Die LTE-Abdeckung in der Region soll auf 98 Prozent der Bevölkerung gesteigert werden. Dafür will die Telekom neue Mobilfunkstandorte aufbauen. Zudem wird die Region als eine der ersten in Deutschland überhaupt ein 5G-Netz erhalten. Der Kommunikationsstandard der nächsten Generation ermöglicht intelligente Anwendungen in Logistik, Handel und Industrie. 5G ist die Basis für das Internet der Dinge, in dessen Kontext beide Partner beispielsweise am Verkehrsmanagement und der Luftreinhaltung arbeiten wollen.

Beabsichtigt ist zudem die Gründung einer Breitbandgesellschaft der Region. Gemeinsam mit den Landkreisen und der Landeshauptstadt Stuttgart wird es ein wesentlicher Projektbestandteil sein, modellhafte Smart-City-Anwendungskonzepte zu entwickeln und umzusetzen.

Ihre Nähe zur Region beweist die Deutsche Telekom auch durch ständige Präsenz: Das Unternehmen wird den ambitionierten Netzausbau aus einem Projektbüro in der Region heraus steuern und die regionale Wirtschaft dabei unterstützen, den technologischen Wandel aktiv anzugehen. Die Telekom hat daher Initiativen ins Leben gerufen, die es Unternehmen ermöglichen, sich im Rahmen einer regionalen Community austauschen und zum Beispiel von Startups und digitalen Vordenkern zu lernen.

Für den weiteren Netzausbau hat die Telekom auch mit ihrem bisherigen Eigenausbau in der Region eine gute Ausgangssituation geschaffen. Das Unternehmen hatte dort bereits den Ausbau von mehr als 11.000 Kilometern Glasfaser geplant. Die Deutsche Telekom betreibt mit einer Länge von 450.000 Kilometern bereits heute das größte Glasfasernetz in Deutschland. 2017 hat das Unternehmen rund 40.000 Kilometer Glasfaser verlegt, in diesem Jahr sollen 60.000 Kilometer hinzukommen. (red/lm)


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