Baden-Württembergs dümmste Diebe

Droste / Pixelio

Viele Diebe sind wahrlich nicht die Hellsten. Das ist auch kein Wunder, denn hätten sie etwas Ordentliches gelernt wie zum Beispiel technische Fertigkeiten, müssten sie nicht stehlen. In diesem Artikel werden nun einige besonders ungeschickte Exemplare unter Dieben und Einbrechern vorgestellt, die es der Polizei bei der Täterergreifung sehr einfach machten.

Im „Waldgefängnis“ gelandet

In Freiberg versuchte ein tabaksüchtiger Dieb, sich unauffällig mit Tabakprodukten zu bereichern. Er wurde dabei allerdings gestellt und flüchtete daraufhin – seinen Verfolger auf den Fersen – in den nahe gelegenen Wald. Um seinen Verfolger abzuschütteln, suchte er dabei die unwegsamsten Stellen auf und verhedderte sich derart im tiefsten Gestrüpp, dass er sich dabei verletzte und aus eigener Kraft nicht mehr aus seinem „Waldgefängnis“ herauskam. Um den Mann zu befreien, musste die Feuerwehr anrücken. Die Anzeige gab es obendrauf.

Ins falsche Auto eingebrochen

Nicht viel besser stellte sich ein junger Dieb in Fellbach ein. Bei seinem Versuch, ein Auto zu knacken, gelang es ihm weder, das Auto zu starten noch sich aus demselben zu befreien. So blieb ihm nur noch, selbst die Polizei zu verständigen, die ihn schließlich aus dem Auto befreite, natürlich nicht ohne die Anzeige aufzusetzen.

Die Spuren führten gleich zum Ziel

Die Auswirkung des Schnees nicht beachtet hat ein weiterer Dieb im Raum Stuttgart. Dieser entwendete im tiefsten Winter den Motorroller einer Fahrschule und fuhr mit diesem gleich vom Gelände weg. Dabei konnte er noch am selben Tag verhaftet werden, denn die herbeigerufene Polizei brauchte einfach nur den Spuren nachzugehen, um zu dem Wohnort des verhinderten Diebes zu gelangen.

Beim Diebstahl nicht das Tanken vergessen

Zwar gelang es einer 26-jährigen Frau, sich erfolgreich mit ihrem Einkauf im Wert von ungefähr 100 Euro an der Kasse vorbeizuschleichen. Am Auto angekommen, das sie am Supermarkt-Parkplatz stehen hatte, verließ sie allerdings das Glück. Sie stellte nämlich fest, dass der Tank leer war und sie folglich nicht weiterfahren konnte. Mit ihrer Lösung, eine Tankstelle aufzusuchen, um sich mit einem Kanister zu helfen, verschlimmerte sie ihre Situation nur. Denn inzwischen waren die Mitarbeiter auf den Diebstahl aufmerksam geworden. Die verständigte Polizei wartete auf die Diebin bereits am Auto.

Außerdem den richtigen Sprit nehmen

Ebenfalls kein Glück mit dem Tank hatte ein Autodieb, der mit seinem Diebesfahrzeug auf der Autobahnstrecke Karlsruhe Rastatt unterwegs war. Da er zwischenzeitlich seinen Wagen falsch betankt hatte, streikte das Auto auf der Fahrt, sodass dem Dieb nur noch der Notstreifen auf der Autobahn blieb. Der Polizei gegenüber gab er nur den Schaden an, doch diese nahm das Auto daraufhin unter die Lupe und stellte fest, dass dieses vor nur wenigen Stunden als gestohlen gemeldet wurde.

Abenteuer endet mit einer schlimmen Nacht

Richtig bitter wurde es für drei Jungen im Alter von 13 bis 16 Jahren. Sie waren am Abend auf eine Stuttgarter Baustelle geschlichen, um sich ein Bild von den Arbeitstätigkeiten zu machen. Bei der Durchforstung des Technikraums fiel allerdings die Sicherheitstür von außen ins Schloss. Da auch noch im Innenraum keine Funkverbindung war, blieb den Jugendlichen nichts anderes übrig, als die Nacht im Technikraum zu verbringen. Ihre Eltern hatten ihre Kinder zwar schon als vermisst gemeldet, doch erst die Bauarbeiter, die am nächsten Tag ihre Arbeitsstätte wieder aufsuchten, konnten helfen. Die Standpauke wird groß gewesen sein.

Bitte nehmen Sie mich fest!

Geradezu zielsicher bugsierte sich ein 37-jähriger Stuttgarter ins Gefängnis. Er hatte einem Autohändler eine Erpressung zukommen lassen. Werde seine Forderung in Höhe von 100.000 Euro nicht erfüllt, werde er systematisch Schäden an den Autos verursachen. Da er zum Begleich der „Rechnung“ seine Bankverbindung angegeben hatte, war es für die Polizei natürlich ein Kinderspiel, den Täter zu ermitteln.


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