Der Kampf gegen Graffiti geht weiter

Stuttgart Journal

Es gibt in Stuttgart eine neue Initiative die gegen die Schmierereien vorgeht.

Von Alexander Kappen

Stuttgart. Jährlich gibt es in Stuttgart rund 1000 Delikte von illegalen Sprühereien, die angezeigt werden.

Wurden 2016 noch 1464 Taten angezeigt, gab es ein Jahr später mit 1588 Delikten eine Steigerung von 8,5 Prozent. Die Dunkelziffer ist viel höher. In Stuttgart konnten im vergangenen Jahr 74 illegale Graffiti-Sprayer ermittelt werden. Davon waren 44, die unter 21 Jahre alt waren.

Im Januar 2014 meldeten sich 50 Bewohner aus Bad Cannstatt deren Gebäude ungewollt beschmiert worden sind. Darunter war auch das Alte Rathaus das zuvor erst mehrere Jahre lang saniert worden war.

In der Landeshauptstadt unterstützt seit Neuestem ein Partnerverbund aus verschiedenen Institutionen die geschädigten Bürger mit der Initiative „Nein! Zu illegalen Graffiti“. Der Förderverein Sicheres und Sauberes Stuttgart, das Polizeipräsidium, Stadt, SBR, der Verein Haus- und Grund und die Maler- und Lackiererinnung haben die Initiative gemeinsam gegründet. Diese wird aktiv, wenn Flächen illegal besprüht wurden und die Geschädigten die Polizei hinzurufen oder sich im Internet über Hilfe informieren.

Falls ein Hausbesitzer Farbschmierereien entdeckt, so rät der Förderverein Sicheres und Sauberes Stuttgart zum unverzüglichen Entfernen.

Um legales Graffiti zu unterstützen stellt Stuttgart die „Hall of Fame“ unterhalb der Cannstatter König-Karls-Brücke als legale Sprayfläche zur Verfügung.

Außerdem werden als präventive Maßnahme gemeinsam mit dem städtischen Graffitibeauftragten beispielsweise Flächen in Fußgängerunterführungen künstlerisch gestaltet.


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