Das große Waldsterben 2017? Wie es dem Wald im Ländle geht

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Stuttgart / Baden-Württemberg. Das seit dem 1980er Jahren in Mittel- und Nordeuropa beginnende Waldsterben haben die meisten noch im Kopf. Das Waldsterben war dabei lange Jahre eines der bedeutendsten Umweltthemen, auch im Ländle. Doch wie steht es eignentlich heutzutage um unseren Wald?

Von Dirk Meyer

Der Waldzustandsbericht 2017 wurde nun vom Forstministerium in Stuttgart vorgestellt. Kurz zu erkennen ist dabei: Der Zustand der Wälder in Baden-Württemberg hat sich insgesamt weiter verbessert. Dabei setzt das Land setzt zur Stärkung der Waldbestände vor allem auf klimastabile Mischwälder.

Der Zustand der Baumarten

Wie aus dem Bericht zu erkennen ist, haben sich vor allem die Kronen der wichtigen Baumarten Buche und Tanne im Vergleich zum Vorjahr erholt. Während sich die Entwicklung der Fichte stabil zeigt, hat sich der Kronenzustand der Kiefern, Eichen und Eschen verschlechtert.

Waldökosysteme sind einem dauernden Wandel unterworfen. Während es in früheren Jahren vor allem Stoffeinträge aus verschmutzter Luft waren, sind hierfür heutzutage vor allem Änderungen des Klimas verantwortlich. Um die forstlichen Anpassungsstrategien weiter zu verbessern, soll zukünftig weiter geforscht werden, so der Bericht. Grundlage hierfür ist die Forstliche Umweltüberwachung, die in Baden-Württemberg seit Anfang der 1980er Jahre betrieben werde. Dabei sei deutlich geworden, dass Veränderungen des Waldzustandes nicht durch eine einzelne Ursache alleine erklärt werden könnten. Dürren, Stürme, Nassschnee, Hagel und Frostereignisse würden den Bäumen zusetzen. Aber auch Pilze und Insekten seien wichtige Schadfaktoren.

Wald: Seine größten Gefahren

Nachdem eine Pilzerkrankung die Baumart Esche landesweit und darüber hinaus großflächig zum Absterben bringt, gefährdet die zunehmende Trockenheit, in Kombination mit Schäden durch Rindenbrüter sowie einem möglichen Pilz- und Mistelbefall, die Baumart Kiefer. Zudem führen milde Winter zu einer physiologischen Schwächung der Kiefer, was sich in einem schlechteren Kronenzustand äußert.

Die sogenannte „Kiefern-Komplexkrankheit“ führe vor allem in den trocken-warmen Regionen des Landes, wie beispielsweise in der Oberrheinebene, zu einem Verbraunen der Nadeln und immer wieder auch zum Absterben der Bäume. Landesweit zeige die Kiefer dieses Phänomen nicht oder nur sehr vereinzelt. Wo die Kiefer ausfällt und sich von Natur aus keine neuen Bäume bilden, wird zukünftig dann durch Pflanzung geeigneter Baumarten und Pflege nachgeholfen. (red)


1 Kommentar

  1. gbfido

    Guten Tag
    Es ist zwar besser oder wahr wohl nie als was Normales auf dem Planeten da… doch weiter soll geforscht werden und das begründet man, dass nun alles andere was man aktuell diskutiert wohl schuld sei…
    Wenn man das so weiter für sichert man sich immer den Job was zu suchen das es nicht gibt resp. das man eigentlich längst weis… Grüsse vom Mars

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