Stuttgart: Attraktive Stadt für Start-ups

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Die Region Stuttgart-Karlsruhe gilt als Gründerregion. Der Anteil an Start-ups ist vor allem in der Automobilbranche sehr hoch, aber auch in anderen Bereichen sind viele Start-ups aus Stuttgart vertreten. Auch der Anteil an Start-ups, die ihre Umsätze überwiegend oder wenigstens zu 50 Prozent mit B2B-Geschäften generieren, ist mit fast 85 Prozent höher als in anderen Regionen.

Stuttgart wichtigste Start-up-Region Baden-Württembergs

Dank Stuttgart als dem Gründerzentrum Baden-Württembergs gehört das Bundesland bezüglich der Anzahl an Start-ups laut „Deutscher Startup Monitor“ zu einer der vielversprechendsten Regionen in Deutschland. 12,4 Prozent aller Start-ups haben sich hier angesiedelt; allein 8,9 Prozent sind es in der Region Stuttgart/Karlsruhe – mehr Start-ups gibt es nur noch in Nordrhein-Westfalen und in Berlin. Dabei fällt auf, dass sich die Start-up-Szene zunehmend dezentralisiert und inzwischen viele Regionen gut aufgestellt sind: Sie haben Programme aufgestellt, um Unternehmen in der Gründungsphase zu unterstützen.

Unterstützung für Gründer: So macht sich Stuttgart attraktiv

Stuttgart tut einiges dafür, dass die lebendige Gründerszene in der Stadt weiter wächst. So informiert die Stadt beispielsweise über Standorte von Gründer- und Kreativzentren und das Leerstands- und Zwischennutzungsmanagement vermittelt Büroräume und Gewerbeflächen. Viele Behörden machen inzwischen Informationen – etwa über steuerliche Vorschriften – online zugänglich, was den Gründern die Administration erheblich erleichtert. Schließlich hält gerade das komplizierte deutsche Steuerrecht für angehende Gründer zahlreiche Fallstricke bereit – hier gibt es eine Übersicht, welche Steuern gegebenenfalls zu zahlen sind und welche Regelungen dafür gelten. Das Gründerbüro der städtischen Wirtschaftsförderung bietet kostenlose Erstberatungen an und das digitale Kompetenzzentrum „Mittelstand 4.0“ hält ein vielfältiges Unterstützungsangebot für kleine und mittlere Unternehmen bereit.

Auch was die Finanzierung betrifft, ist das Angebot breit gefächert, was den jungen Unternehmen die Möglichkeit eröffnet, jenseits der klassischen Bankkredite an Kapital zu kommen. Dazu gehört unter anderem ein Netzwerk aus Business Angels, die in regionale Start-ups investieren und diesen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Aktuell beteiligen sich die Investoren unter anderem an der E-Commerce-Software-Plattform „Brickfox“ und dem Fahrradmarktplatz „bikesale.de“. Eine weitere Plattform, über die nicht nur Kapital, sondern auch Kontakte zu bekommen sind, ist der mit 90.000 Euro dotierte Landespreis für junge Unternehmen, den die L-Bank alle zwei Jahre vergibt.

Start-ups aus Stuttgart in vielen Branchen vertreten

Es kommt nicht von ungefähr, dass Start-ups in Stuttgart sowohl den Carwash-Service „MyCleaner“, der direkt zu den Autobesitzern nach Hause kommt, als auch die App „Moovel“ entwickelt haben, mit der Nutzer „den kürzesten Weg ans Ziel“ mit Nahverkehr, Car2Go und MyTaxi finden: Schließlich ist Stuttgart eines der Zentren der Automobilindustrie. Stuttgarter Gründer sind aber auch in anderen Bereichen vorne mit dabei: In der baden-württembergischen Landeshauptstadt entstand beispielsweise der „Mädchenflohmarkt“, ein Marktplatz für modische Second-Hand-Kleidung und „myCouchbox“, ein onlinebasierter Abo-Service für Snackboxen.


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