Junger Fahrer flüchtet vor Polizei: Wilde Verfolgunsjagd über B14

Waiblingen / Rems-Murr-Kreis: Einer Verkehrskontrolle wollte sich in der Nacht zum Mittwoch ein 23 Jahre alter Audi-Lenker entziehen und hat auf hierbei zwei Unfälle verursacht,  dabei einen Streifenwagen gerammt, sowie zahlreiche andere Verkehrsteilnehmer gefährdet.

Gegen 00:50 Uhr wollte eine Waiblinger Streifenbesatzung auf der Alten Bundesstraße in Richtung Fellbach den Audifahrer kontrollieren und gab ihm hierbei bei der Hinterherfahrt Anhaltezeichen.

Auf die Aufforderungen anzuhalten reagierte der 23-Jährige jedoch nicht, sondern beschleunigte stark und flüchtete unter Missachtung sämtlicher  Verkehrsregeln in Richtung Fellbach.

Die Streifenbesatzung folgte dem Flüchtenden mit Sondersignal. Zeitgleich wurden weiteren Streifenbesatzungen aus Waiblingen, Fellbach und Stuttgart hinzugezogen.

Der Audifahrer raste durch Fellbach und fuhr weiter nach Stuttgart, wo er seine Flucht über die B14 weiter bis zum Heslacher Tunnel fortsetzte. Auf der Cannstatter Straße in Stuttgart hatte er hierbei eine Geschwindigkeit bis zu circa 160 km/h erreicht.

Nach dem Heslacher Tunnel fuhr er mit stark überhöhter Geschwindigkeit durch ein Wohngebiet, ehe er umdrehte und wieder durch Stuttgart, über die B 10 (Uferstraße) und B 14 in Richtung Waiblingen fuhr.

An der Überleitung von der B 10 auf die B14 in Richtung Waiblingen streifte er einen Hyundai eines 23-Jährigen, wodurch ein Fremdschaden von circa 2.000 Euro entstand.

Von der B 14 wechselte der Flüchtige auf die B29 und fuhr weiter in Richtung Schorndorf. Hierbei streifte er kurz nach dem Teiler einen Streifenwagen, wodurch ein Fremdschaden von circa 2.000 Euro entstand.

In Weinstadt-Beutelsbach verließ er die Bundesstraße und fuhr über Großheppach, Korb, Winnenden, Leutenbach bis nach Weiler zum Stein. Dort wendete er und konnte an einem Kreisverkehr gestoppt werden, der von zwei Streifenbesatzungen zuvor gesperrt worden war. Der deutsche Fahrer und sein Beifahrer, ein 23 Jahre alter Kosovare, ließen sich widerstandslos festnehmen.

Es stellte sich heraus, dass der Fahrer nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis war und in der Vergangenheit vielfach, unter anderem wegen Diebstahl, Bedrohung und Verstoß gegen das Waffengesetz, polizeilich in Erscheinung getreten war. Der Beifahrer ist der Polizei ebenfalls kein Unbekannter. Er war überwiegend wegen Körperverletzungsdelikten polizeilich in Erscheinung getreten. Beide Männer stammen aus dem Ostalbkreis. Der Audi wurde sichergestellt, die  Ermittlungen dauern an.

Es waren zahlreiche Streifen von den Polizeipräsidien Stuttgart und Aalen, sowie ein Polizeihubschrauber im Einsatz. Personen wurden glücklicherweise nicht verletzt.

Das Verkehrskommissariat Backnang bittet Verkehrsteilnehmer, welche durch die Fahrweise des Flüchtigen gefährdet oder geschädigt wurden, sich unter Telefon 07904/94260 zu melden. (pol/mp)



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