Glühbirnen-Verbot in der EU: Der aktuelle Stand und die Alternativen

Ende 2016 hat die Europäische Union das Verkaufsverbot für Halogenlampen erweitert. Des Weiteren dürfen auch zahlreiche Leuchtstofflampen nicht mehr zum Verkauf angeboten werden.  Dabei bilden die beiden Verordnungen „1194/2012“ und „1428/2015“ die Basis.

Für den normalen Verbraucher sind derartige Verordnungen und Erweiterungen jedoch schwer zu verstehen. In vielen Fällen fehlt den Verbrauchern auch der Überblick.

Es gibt bereits zahlreiche Richtlinien und Verordnungen

Seit dem Jahr 2009 gibt es mehrere Richtlinien und Verordnungen, die den Umgang mit Lampen und Leuchten regeln. Dazu gehören die die Richtlinien „L125/2009“, „R244/2009“, „R1194/2012“, „R874/2012“, „R1428/2015“, die L-Richtlinie und auch die R-Verordnung.

Mit jeder weiteren Richtlinie folgte zudem auch eine weitere Verschärfung des Verbots. Mit 1. September 2016 trat eine weitere Verschärfung in Kraft. Das Ziel der Europäischen Union?

Die Umwelt soll, auf Basis der Verordnung „1194/2012“, nachhaltig geschützt werden. Des Weiteren sollen die Mitgliedsstaaten – bis zum Jahr 2020 – 25 Terawattstunden Energie/Jahr einsparen.

Was sind „Speziallampen“?

Die Regelungen, die von dem EU-Parlament geschaffen wurden, sollen die LED-Technik fördern. So gibt es heute Verordnungen über die jeweiligen Bauarten, die Funktionen und auch über die Energieaufnahmen der Leuchtstofflampen. So sind nur noch Produkte erlaubt, die die Voraussetzungen der Richtlinien und Verordnungen erfüllen. Doch natürlich gibt es Ausnahmen. So wird in der Verordnung „1428/2015“ festgelegt, dass es „Speziallampen“ gibt.

Diese „Speziallampen“ entsprechen nicht den strengen Richtlinien, sind aber dennoch erlaubt. Gewöhnliche Glühlampen, die länger als 60 mm sind, fallen nicht in die Kategorie der „Speziallampen“, wenn sie nicht für Verkehrssignalanlagen verwendet werden und eine höhere Leistung als 25 Watt haben. Des Weiteren müssen die „Speziallampen“ gekennzeichnet sein (ebenfalls in der Verordnung „1428/2015“ geregelt).

Doch welche Anforderungen müssen die heutigen Leuchten erfüllen? Leuchten, deren Leuchtmittel ausgetauscht werden können, müssen kompatibel mit den Lampen der Energieeffizienzklasse A+ sein. Leuchten, deren Fassungen nicht mit den Retrofit-LED-Lampen kompatibel sind, wurden mit 1. September 2016 verboten.

Nicht alle Alternativen sind empfehlenswert

Problematisch sind jedoch viele Alternativen. So gibt es Leuchten, die nicht verändert werden können. Wird das Leuchtmittel kaputt, kann dieses in weiterer Folge nicht ausgetauscht werden. Werden die LEDs nämlich fest installiert, können die Leuchten, sofern die LEDs das Lebensende erreicht haben, nur entsorgt werden. Damit sich der Verbraucher am Ende nicht ärgert, muss er auf das EU-Energielabel achten.

Auf dieses EU-Energielabel weisen auch die Verbraucherschützer hin. Erwirbt der Verbraucher eine Leuchte mit festinstallierten LED-Modulen, sollte zumindest auf eine lange Herstellergarantie geachtet werden. Während die gesetzliche Gewährleistung gerade einmal zwei Jahre beträgt, gibt es auch Hersteller, die eine längere Garantie gewähren. In diesem Zeitraum kann dann die Leuchte, sofern die festinstallierten LEDs kaputt gehen, reklamiert werden.

Vor dem Kauf ist es auch wichtig, dass der Verbraucher auf die dazugehörige Lichtfarbe des Leuchtmittels achtet, wenn dieses nicht verändert werden kann. Für Wohnräume eignet sich vorwiegend warmweißes Licht. Möchte der Verbraucher eine Leuchte, die an die 75-Watt-Glühbirne erinnert, sollte er sich für Modelle mit 1000 Lumen und 2700 Kelvin entscheiden.


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