Südwestindustrie im Juni 2015: 12 500 Beschäftigte mehr als im Vorjahr

Dank der guten konjunkturellen Lage hält der Personalaufbau in der Industrie weiter an. Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes beschäftigten die Industriebetriebe in Baden‑Württemberg im Juni 2015 rund 1,106 Millionen Personen.

Dies waren 12 500 Beschäftigte mehr als im entsprechenden Vorjahresmonat (1,1 Prozent). Zugleich ist dies seit Jahren der höchste Juni-Beschäftigtenstand. Gegenüber dem Vormonat Mai stieg die Zahl der Industriebeschäftigten um 3 300 Personen (0,3 Prozent).

Dieser deutliche Anstieg dürfte im Wesentlichen durch die in diesem Jahr in einzelnen Industriebranchen relativ frühzeitig erfolgte Einstellung von Aushilfskräften und Ferienjobbern zur Überbrückung der Sommermonate begünstigt sein. Insgesamt hält der seit Mitte letzten Jahres zu beobachtende verstärkte Personalaufbau weiter an, wenngleich er zuletzt etwas an Tempo zu verlieren scheint. Im ersten Halbjahr 2015 beschäftigte die Südwestindustrie durchschnittlich 1,102 Mill. Personen. Dies waren 14 500 Beschäftigte (1,3 Prozent) mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.  Die Südwestindustrie erzielte im Juni 2015 im Vorjahresvergleich mit einem Umsatz von nominal 29,8 Milliarden Euro eine kräftige Umsatzsteigerung von 4,8 Mrd. Euro (19,4 Prozent).

Allerdings ist hierbei zu berücksichtigen, dass die Umsätze im letztjährigen Juni, der zwei Arbeitstage weniger hatte und in dem die kompletten Pfingstferien lagen, vergleichsweise schwach ausfielen. Insgesamt realisierten die heimischen Industriebetriebe im ersten Halbjahr 2015 Erlöse von 163,6 Mrd. Euro und somit ein Umsatzplus von beachtlichen 14,1 Mrd. Euro (9,4 Prozent) gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Damit wurde bereits zur Jahresmitte 2015 das Umsatzplus des gesamten Vorjahres 2014 (13,8 Mrd. Euro) übertroffen.

Die positive Halbjahresbilanz wurde vor allem durch das sehr dynamische Auslandsgeschäft getragen, das 95,7 Mrd. Euro Umsatz auf die Konten brachte. Die Umsatzsteigerung fiel hier mit 12,6 Mrd. Euro (15,2 Prozent) kräftig aus. Im Vergleich hierzu blieb das Inlandsgeschäft deutlich zurück. Mit einer Umsatzausweitung von 1,5 Mrd. Euro (2,2 Prozent) stiegen die Erlöse mit den Inlandskunden auf 67,9 Mrd. Euro.  Die Exportquote der Südwestindustrie lag im ersten Halbjahr 2015 mit 58,5 Prozent deutlich über dem Vorjahreswert (55,6 Prozent). (red/pp)


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