Support-Ende älterer Typo3-Versionen: ab April nur noch bezahlte Updates möglich

cvukom / freeimages.com

Auf Nutzer einer älteren Typo3-Version werden zukünftig zusätzliche Kosten zukommen. Wie die Macher des beliebten Content-Management-Systems mitteilten, wird das immer noch weitverbreitete System Typo3 CMS 4.5 nach dem Support-Ende am 31. März 2015 nur noch für ein Jahr mit Updates versorgt. Besonders unangenehm für die Nutzer: Dieser sogenannte Long-Term-Support (4.5 Extended LTS) wird nur gegen Bezahlung gewährt.

Obwohl Typo3 CMS 4.5 bereits im Januar 2011 veröffentlicht wurde, ist das System den Entwicklern zufolge aktuell immer noch eine der beliebtesten Versionen im Netz. Zahlreiche Seitenbetreiber setzen auf das mehr als vier Jahre alte System und wollen oder können aus verschiedenen Gründen nicht auf aktuelle Versionen wie Typo3 CMS 6.2 oder CMS 7 upgraden. Betroffen sind zum Beispiel Webseiten, die nur noch bis Ende 2015 aktiv sind, oder Projekte, die komplett auf PHP 5.4 laufen. Diese sind inkompatibel mit den aktuellen Typo3-Versionen.

Betreiber solcher Seiten können ab 1. April auf die Notlösung „4.5 Extended LTS“ zurückgreifen. Ein privates Repository, das allen zur Verfügung steht, die sich für den Long-Term-Support entscheiden, schlägt jedoch schon als „Single Plan“ für nur eine Installation mit 2000 Euro zu Buche. Der „Agency Unlimited Plan“ für unbegrenzt viele Typo3-Umgebungen soll sogar 15.000 Euro kosten – eine Menge Geld für ein eigentlich kostenloses CMS und den recht überschaubaren Zeitraum von einem Jahr. Alle Webseitenbetreiber, deren Projekte die technischen Voraussetzungen erfüllen, sind daher gut damit beraten, so schnell wie möglich auf eine neuere Version umzusteigen. Wie man Typo3 installiert, wird zum Beispiel auf der 1&1-Seite beschrieben.

Die Einnahmen aus dem Long-Term-Support werden den Typo3-Machern zufolge zu 100 Prozent in die Weiterentwicklung des Projekts investiert und kommen Typo3 CMS 7 und 8 zugute. Betont wurde zudem, dass das Content-Management-System auch in Zukunft kostenlos bleiben wird. (fp)


Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.